Erhebung der CO2-Abgabe auf Brennstoffen überarbeiten

Während andere noch über CO2-Steuern diskutieren, wird in der Schweiz bereits seit 2008 eins CO2-Abgabe auf alle fossilen Brennstoffe (z.B. Heizöl, Erdgas) erhoben. Je nach Kohlenstoffgehalt eines Energieträgers wird bei dessen Verbrennung mehr oder weniger CO2 freigesetzt. Der Kohlenstoffgehalt bestimmt deshalb die Höhe der CO2-Abgabe für jeden Energieträger. Dieses Gesetz beschränkt sich jedoch lediglich auf fossile Brennstoffe und es ist möglich sich von der Abgabe zu befreien oder sich die Abgabe rückerstatten zu lassen. BAFU CO2-Abgabe

Ich bin der Überzeugung, dass dieses Gesetz eine gute Basis bietet, um eine für alle verbindliche CO2-Abgabe auf alles was in der Schweiz gehandelt wird zu formulieren. Entgegen der aktuellen Lösung wird sich die erweiterte CO2-Abgabe bei der Bepreisung am Fussabdruck des jeweiligen Produkts orientieren. Was bedeutet, dass lokal gepflückte Bio-Äpfel günstiger kommen, als konventionelle aus Deutschlands Bodensee-Region. Insbesondere wenn sie saisongerecht gekauft werden.

In einem weiteren Schritt wäre zudem in Betracht zu ziehen, ob man CO2 nicht als Rohstoff an die Börse bringen will. Die Massnahme hätte den Vorteil, dass der Preis pro Tonne CO2 durch den Markt bestimmt wird und dadurch auch einen ganz realen Wert hätte. CO2 marktwirtschaftlich handeln setzt einen marktwirtschaftlichen Kreislauf voraus. Auf der einen die Produzenten w.z.B. Oelindustrie, Endverbraucher, auf der anderen die Verarbeiter wie w.z.B. Gartenindustrie, Getränkeindustrie, und die aufblühende Storageindustrie (wie Power2gas). Entgegen anderen Rohstoffen w.z.B. Baumwolle bezahlt der Produzenten dem Verarbeiter den gehandelten Preis pro Tonne CO2. Nicht zuletzt durch die ungleich höhere Produktion erhoffe ich mir dadurch einen doppelten Geweinn. Zum einen eine neuen Wirtschaftszweig und neue Arbeitsplätze. Zum anderen einen kräftigen boost für den Klimaschutz.

Nick Schenker

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